Kariesprophylaxe: 5 Must-Haves für starke Zähne
Zweimal täglich putzen ist Pflicht – doch effektive Kariesvorbeugung geht weiter: Wer Zahnzwischenräume gründlich reinigt, Fluorid richtig nutzt, die Pflege mit Mundspülungen ergänzt, regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung wahrnimmt und die Zunge mit einbezieht, schützt den Zahnschmelz langfristig und reduziert das Risiko neuer Läsionen deutlich. Diese fünf Bausteine zeigen, wie Sie Ihre Routine mit einfachen Mitteln kariesfest machen.
Zahnzwischenräume reinigen – versteckte Karies-Fallen
Die dicken Borsten der Zahnbürsten beseitigen eine Menge Belag auf den Zähnen, sind in der Regel aber zu dick, um auch in die Zahnzwischenräume zu gelangen. Deshalb empfiehlt es sich, diese regelmäßig mit Hilfe von Zahnseide zu säubern. Idealerweise integriert man diesen Schritt in die tägliche Putzroutine. Denn gerade die Ablagerungen in den Zahnzwischenräumen erweisen sich häufig als Kariesverursacher Nr. 1. Wem der Umgang mit der dünnen Seide zu umständlich ist, kann auch auf Interdentalbürsten oder Zahnseidesticks zurückgreifen.
Fluorid – wirksamer Schutz vor Karies
Fluorid ist einer der wichtigsten Bausteine der Kariesprophylaxe. Es stärkt den Zahnschmelz, macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren und kann beginnende Schmelzentkalkungen sogar rückbilden.
Unterschiedliche Fluoridformen:
- Zahnpasta: Basis jeder täglichen Zahnpflege, ideal für die regelmäßige Anwendung.
- Fluoridlack: Wird meist in der Zahnarztpraxis aufgetragen – ideal für Kinder und empfindliche Zähne.
- Fluoridgele: Für die intensive Anwendung zu Hause – perfekt zur zusätzlichen Stärkung der Zähne.
Unsere Empfehlung
DYNEXAMINFLUORID GELÉE zur Kariesprävention
Das Fluoridgel ist insbesondere für die Vorbeugung von Karies bei Kindern ab 6 Jahren geeignet. Es überzeugt durch seinen angenehmen, frischen Geschmack und seine sehr gute Verträglichkeit bei bestimmungsgemäßem Gebrauch. Das Gel enthält die Aminfluoride Dectaflur und Olaflur sowie Natriumfluorid und wird in Deutschland hergestellt. Es eignet sich besonders für Kinder, Jugendliche und Patienten mit Zahnspangen und kieferorthopädischen Apparaten.
Wie soll DYNEXAMINFLUORID GELÉE angewandt werden?
Einmal pro Woche eine kirschkerngroße Menge DYNEXAMINFLUORID GELÉE auf die Zähne auftragen. Die Putz- und Einwirkzeit sollte 5 Minuten nicht überschreiten. Nach der Anwendung wird das Gelée ausgespuckt und mit Wasser nachgespült.
Zahnhygiene durch Mundspülungen unterstützen
Mundspülungen können das tägliche Zähneputzen nicht ersetzen, jedoch sinnvoll ergänzen. Es gibt sie als gebrauchsfertige Kosmetik-Produkte oder Konzentrate, aber auch als Arzneimittel zur Vorbeugung oder unterstützende Therapie von Erkrankungen in der Mundhöhle. Für die tägliche Anwendung und zur Vorbeugung von Karies eignen sich fluoridhaltige Mundspülungen, die mindestens 0,025% Fluorid enthalten.
Regelmäßig professionelle Zahnreinigung machen lassen
Trotz aller Pflege, der richtigen Zahnpasta und Putztechnik lässt sich nicht vollständig vermeiden, dass es zu Karies und Zahnstein kommt. Daher sind trotz der bedächtigen Pflege regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt Pflicht. Diese lassen sich direkt mit einer professionellen Zahnreinigung verbinden. Dabei kann der Zahnstein entfernt und die Zähne „porentief“ gereinigt werden. Empfohlen wird mindestens einmal pro Jahr eine solche Reinigung durchführen zu lassen.
Zunge reinigen – weniger Belag, frischere Mundflora
Neben Zähnen und Zahnfleisch sollte auch die Zunge nicht vergessen werden, geht es um eine gute Mundhygiene. Denn auch dort setzen sich Bakterien und Mikroorganismen ab, die langfristig zu einer eingeschränkten Mundhygiene führen können. Zur Reinigung gibt es Zungenschaber oder Zungenbürsten, kurzfristig kann aber auch eine normale Zahnbürste genutzt werden.
Praktische Tipps für Ihre Routine
- Technik: „Von Rot nach Weiß“ (vom Zahnfleisch zum Zahn), mit kurzen, kontrollierten Bewegungen.
- Zeit: 2× täglich mindestens 2 Minuten putzen; Interdentalpflege einmal täglich.
- Reihenfolge: Erst Interdental / dann Zahnpasta – oder umgekehrt: Entscheidend ist Regelmäßigkeit.
- Kontrollen: Zahnarzt-Check + Professionelle Zahnreinigung einplanen
Ungewolltes Zähneknirschen: Warum das nicht nur den Zähnen schadet
Teils geschieht es im Schlaf, teils auch im Wachzustand: ungewolltes Zähneknirschen – „Bruxismus“ genannt. Werden die Zähne aufeinander gepresst oder mahlen gegeneinander, dann kann es zur Abrasion kommen: Durch wiederholte Reibung werden die Zähne abgenutzt. Sie verlieren an Substanz, Kontur, werden empfindlicher und anfälliger für Karies. Umso wichtiger ist es dann, die Zähne nicht mit zu viel Druck zu putzen. Tipp: Drücken Sie mit der Zahnbürste auf eine Küchenwaage, bis diese 100 bis 150 Gramm anzeigt. Das ist die richtige Intensität fürs Zähneputzen.
Wie Sie Ihre Zähne vor Abnutzung schützen
Wichtig ist es, nicht nur das Symptom zu behandeln, sondern die Ursache des Bruxismus. Denn durch ihn werden die Zähne abgenutzt. Außerdem können im Kieferbereich Schmerzen auftreten. Auch Kieferknacken, Ohrgeräusche und Schwindel sind mögliche Folgen. Oft löst Stress das unbewusste Zähneknirschen aus. Dagegen hilft langfristig nur, die Stressfaktoren zu identifizieren und auszuräumen. Hilfreich ist auch ein regelmäßiges, bewusstes Entspannen der Kiefermuskulatur tagsüber.
Höheres Kariesrisiko bei Zahnspangen – worauf Sie achten sollten
Trägerinnen und Träger von kieferorthopädischen Apparaturen wie festsitzenden Zahnspangen haben ein deutlich höheres Risiko für Karies. Die Brackets und Drähte schaffen zusätzliche Nischen, in denen sich Zahnbelag und Essensreste festsetzen können.
So schützen Sie Ihre Zähne während der Zahnspangenbehandlung:
- Putzen Sie die Zähne nach jeder Mahlzeit besonders gründlich, auch um die Brackets herum.
- Verwenden Sie spezielle Bürsten (z. B. Interdental- oder Einbüschelbürsten) für schwer erreichbare Stellen.
- Ergänzen Sie Ihre Pflege mit fluoridhaltigen Gelen wie dem Dynexaminfluorid Gelée, um den Zahnschmelz zusätzlich zu stärken.
- Regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen sind besonders wichtig, um Ablagerungen zu vermeiden.
Zuckerarme Ernährung – ein Schlüssel zur Kariesprävention
Neben der Pflege spielt auch die Ernährung eine große Rolle in der Kariesprophylaxe. Zucker ist der wichtigste Nährstoff für kariesverursachende Bakterien – er fördert Säurebildung, die den Zahnschmelz angreift.
So reduzieren Sie Zucker im Alltag:
- Bevorzugen Sie Wasser und ungesüßten Tee statt Softdrinks oder Fruchtsäften.
- Greifen Sie zu zuckerfreien Snacks wie Nüssen, Gemüsesticks oder Käse.
- Achten Sie auf versteckten Zucker in Fertigprodukten, Müslis und Soßen.
- Nach dem Verzehr zuckerhaltiger Speisen: Mund mit Wasser ausspülen oder zuckerfreien Kaugummi kauen.