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REISETABLETTEN-RATIOPHARM
- PZN: 07372118
- Hersteller: ratiopharm GmbH
- Darreichungsform: Tabletten
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Details & Pflichtangaben
REISETABLETTEN-RATIOPHARM
Wirkstoff
- Dimenhydrinat 50 mg
Hilfsstoff
- Calcium hydrogenphosphat
- Carboxymethylstärke, Natriumsalz
- Cellulose, mikrokristallin
- Lactose 1-Wasser 40 mg
- Lactose
- Magnesium stearat
- Silicium dioxid
- Gesamt Natrium Ion 23 mg
- Gesamt Natrium Ion mmol
Anwendungsgebiete:
- Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen aus der Gruppe der H1-Antihistaminika.
- Das Arzneimittel wird angewendet zur- Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen (nicht bei Chemotherapie).
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
- Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen aus der Gruppe der H1-Antihistaminika.
- Das Arzneimittel wird angewendet zur- Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen (nicht bei Chemotherapie).
PZN:
07372118
Anbieter:
ratiopharm GmbH
Packungsgröße:
20 ST
Monopräparat:
Ja
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die empfohlene Dosis beträgt, falls vom Arzt nicht anders verordnet:
- Zur Vorbeugung der Reisekrankheit
- Nehmen Sie 3-mal täglich 1 Tablette ein. Die 1. Tablette sollte 30 Minuten vor Reisebeginn eingenommen werden.
- Zur Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
- Nehmen Sie alle 4 Stunden 1 - 2 Tabletten ein, jedoch nicht mehr als 6 Tabletten pro Tag.
- Anwendung bei Kindern
- Kinder von 6 bis 12 Jahren nehmen alle 6 - 8 Stunden 1/2 - 1 Tablette ein, jedoch nicht mehr als 3 Tabletten pro Tag.
- Zur Vorbeugung der Reisekrankheit
- Dauer der Anwendung
- Das Präparat soll ohne Rücksprache mit dem Arzt nur wenige Tage eingenommen werden.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Bei einer Überdosierung kann es zu Schläfrigkeit und Schwindel zu anticholinergen Symptomen wie Mundtrockenheit, Sehstörungen und Störungen des Magen-Darm-Traktes kommen.
- Massive Überdosierung führt zu Krämpfen, psychischen Störungen mit Sinnestäuschungen, Unruhe, beschleunigter Herzschlagfolge, Blutdruckanstieg und ausgeprägten peripheren anticholinergen Symptomen.
- Rufen Sie bei Überdosierung mit Dimenhydrinat, dem Wirkstoff des Präparates, den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe! Kinder sind bei versehentlicher Einnahme größerer Mengen des Arzneimittels besonders gefährdet.
- Halten Sie bitte die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Nehmen Sie die Tabletten vorzugsweise vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit ein.
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Dimenhydrinat, anderen Antihistaminika oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- von Früh- und Neugeborenen
- von Kindern bis einschließlich 5 Jahren
- bei Schwangerschaft
- während der Stillzeit
- bei Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie)
- bei akutem Asthma-Anfall
- bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom) mit Restharnbildung
- bei erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) mit engem Kammerwinkel
- bei einem Nebennieren-Tumor (Phäochromozytom)
- bei Alkoholmissbrauch
- bei Mangeldurchblutung des Gehirns (zerebro-vaskuläre Insuffizienz)
- bei Aminoglykosid-Antibiotika-Behandlung, da die eventuell durch Aminoglykosid-Antibiotika verursachten gehörschädigenden Wirkungen verdeckt werden können
- bei Störung der Produktion des Blutfarbstoffs (Porphyrie)
- bei gleichzeitiger Therapie mit Monoaminoxidase-Hemmern (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen).
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Das Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da Dimenhydrinat vorzeitig Wehen auslösen kann.
- Stillzeit
- Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über und sollte daher nicht in der Stillzeit eingenommen werden.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
- sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
- Häufig kommt es zu Schläfrigkeit und Benommenheit.
- Gelegentlich kann es zu Störungen des zentralen Nervensystems mit Erregung und Unruhe, gedrückter (depressiver) oder gehobener (euphorischer) Stimmungslage und einer Desorientierung mit illusionärer bzw. wahnhafter Verkennung der Umgebung und psychomotorischer Unruhe, Bewegungsstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
- Außerdem kann es gelegentlich zu Störungen des Magen-Darm-Traktes mit Verstopfung, zu Mundtrockenheit, Beschwerden beim Wasserlassen, Sehstörungen, Erhöhung der Herzschlagfolge (Tachykardie), Gefühl einer verstopften Nase, Erhöhung des Augeninnendruckes (sogenannte "anticholinerge" Begleiterscheinungen) und zu Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken kommen.
- In einzelnen Fällen sind Störungen der Blutbildung (vorübergehende Agranulozytosen und Leukopenien) beobachtet worden.
- Außerdem ist über Lichtempfindlichkeit der Haut (direkte Sonneneinstrahlung meiden!) und Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus) berichtet worden.
- Bei einer längeren Behandlung mit Dimenhydrinat ist die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen. Aus diesem Grunde sollten die Tabletten nach Möglichkeit nur kurz angewendet werden.
- Nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten. Deshalb sollte in diesen Fällen die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.
- Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
- Über evtl. erforderliche Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen entscheidet Ihr Arzt.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Bei gleichzeitiger Gabe mit sogenannten Monoaminoxidase Hemmern (Arzneimitteln, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) kann sich u. U. eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalt oder eine Erhöhung des Augeninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blutdruckes und zu einer verstärkten Funktionseinschränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen. Deshalb darf das Präparat nicht gleichzeitig mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase eingenommen werden (siehe unter "Kontrainidikation").
- Weiterhin ist zu beachten, dass durch das Arzneimittel die während einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Aminoglykosiden) eventuell auftretende Gehörschädigung u. U. verdeckt werden kann (siehe unter Kategorie "Kontraindikation").
- Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die
- ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern, z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III), bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien bzw. Magen-/Darmgeschwüre (Antihistaminika) oder Mittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika), oder
- zu einem Kaliummangel führen können (z. B. bestimmte harntreibende Mittel) ist zu vermeiden
- Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die auf das zentrale Nervensystem wirken (z. B. Psychopharmaka, Schlafmittel, Schmerzmittel), kann zu einer wechselseitigen Verstärkung der beruhigenden bzw. erregenden Wirkungen führen.
- Die gleichzeitige Gabe des Präparates und trizyklischen Antidepressiva, Monoaminoxidase-Hemmstoffen (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Parasympathikolytika (andere Stoffe mit anticholinergen Wirkungen, z. B. Atropin, Biperiden) verstärken die anticholinergen Nebenwirkungen (siehe Kategorie „Nebenwirkungen") wie Mundtrockenheit und Verstopfung.
- Die gleichzeitige Verabreichung des Präparates und blutdrucksenkenden Mitteln führt zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung. Die Dosis muss entsprechend angepasst werden.
- Der Arzt sollte vor der Durchführung von Allergie-Tests über die Einnahme des Präparates informiert werden, da falsch-negative Testergebnisse möglich sind.
- Die hemmende Wirkung von Procarbazin (spezielles Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen) auf das Zellwachstum wird durch die gleichzeitige Gabe des Präparates verstärkt.
- Das Arzneimittel kann die Wirkung von bestimmten Kortison-Präparaten (Glukokortikoide) und von Heparin herabsetzen.
- Das Präparat schwächt die durch bestimmte Psychopharmaka (Phenothiazine) hervorgerufenen Störungen des Bewegungsablaufes (EPM-Syndrom) ab.
- Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
- Während der Behandlung sollte kein Alkohol getrunken werden, da durch Alkohol die Wirkung des Präparates in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann. Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, wird dadurch weiter beeinträchtigt.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
- bei eingeschränkter Leberfunktion
- bei Herzrhythmusstörungen (z. B. Herzjagen)
- bei Kalium- oder Magnesiummangel
- bei verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie)
- bei bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder anderen klinisch bedeutsamen Herzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)
- bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern oder zu einem Kaliummangel im Blut (Hypokaliämie) führen (siehe Kategorie "Wechselwirkungen")
- bei chronischen Atembeschwerden und Asthma
- bei Verengung am Ausgang des Magens (Pylorusstenose)
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Die Tabletten können auch bei bestimmungsgemäßen Gebrauch das Reaktionsvermögensoweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenhang mit Alkohol (siehe auch Kategorie „Wechselwirkungen").
Wirkstoff
- Dimenhydrinat 50 mg
Hilfsstoff
- Calcium hydrogenphosphat
- Carboxymethylstärke, Natriumsalz
- Cellulose, mikrokristallin
- Lactose 1-Wasser 40 mg
- Lactose
- Magnesium stearat
- Silicium dioxid
- Gesamt Natrium Ion 23 mg
- Gesamt Natrium Ion mmol